7 (fast) magische Bewerbungstipps
Geschrieben am: 19. April 2010 in Arbeitsmarkt
Schlagworte dieses Artikels: Aus der Praxis, Bewerbung, Bewerbungsanschreiben, Jobsuche, Personalchef
Mit der Bewerbung präsentieren Sie sich einem Menschen. Den Personalchef als Empfänger kennen Sie in der Regel nicht persönlich. Er kennt Sie auch noch nicht. Umso wichtiger ist es, einen WOW!-Effekt schon bei der Bewerbung zu erzeugen. Wir geben Ihnen hier 7 (fast) magische Tipps, die Ihnen die Türen zum Vorstellungsgespräch öffnen können.
Bewerbungstipps – 7 Tipps mit Erfolgsgarantie
Ein Personaler liest jeden Tag einiges an Bewerbungsmaterial. Die Auswahl und Selektion erfolgt recht zügig nach der Lektüre der Unterlagen oder schon direkt beim Anschreiben. Nur mit einem sogenannten WOW!-Effekt können Sie bei der Vielzahl der Bewerber auf sich aufmerksam machen und den Personalchef zum weiterlesen animieren. Er kennt Sie (noch) nicht und Sie ihn in der Regel auch nicht. Er hat nur die Informationen, die Sie ihm bieten. Also bieten Sie richtig.
Unsere schnellen Bewerbungstipps:
- Die Mappe
Wählen Sie eine Mappe mit einfachem Klickmechanismus. Noch immer senden viele Bewerber die Unterlagen gelocht durch die Gegend. Um Himmels willen. Niemals lochen! Wählen Sie, auch wenn Sie auffallen wollen, keine auffälligen Farben. Bei den Bewerbungsmappen gilt schwarz, grau, weisse oder dunkelblaue Mappen als Standard. Pinke oder neonfarbige Mappen wirken hier als Killer. Je besser der Job, desto besser sollte auch die Bewerbungsmappe sein. Einlegemappen bei besseren Jobs verwenden! Hier kann man die Unterlagen wirkungsvoll präsentieren. Wird in der Stellenanzeige explizit auf den Verzicht von Bewerbungsmappen hingewiesen, sollten Sie auch keine versenden. Sie bekommen diese nicht zurück.
- Das Papier
Wählen Sie für Ihre Bewerbung nicht das 08/15 Papier. Das 500-Blatt-Paket aus dem Supermarkt ist suboptimal. Erstens, weil es alle benutzen werden. Zweitens, weil die Struktur des Paketes das Druckbild negativ beeinflusst. Gerade, wenn Sie Ihr Foto auf das Deckblatt drucken wollen oder das Bewerbungsfoto in den Lebenslauf drucken, macht sich ein erheblicher Qualitätsunterschied bemerkbar. Wählen Sie für Bewerbungsanschreiben und Lebenslauf beim Ausdruck eine bessere (schwerere) Qualität. Das Papier unterscheidet sich erheblich in der Qualität des Druckbildes und in der Griffigkeit. Das fällt auf und animiert zum weiterlesen bzw. blättern. Für Kopien können Sie das bessere Papier ebenfalls verwenden. Es ist selbstverständlich etwas teurer, doch der neue Job sollte es Ihnen wert sein.
- Anschreiben
Sehen Sie Ihre Bewerbung wie einen Verkauf. Sie verkaufen sich selbst! Schreiben Sie kurz und knackig mit den wichtigsten Entwicklungspunkten in Ihrer Karriere und Motivationsgründen für eine Arbeitsaufnahme beim Empfänger. Wahren Sie die Übersichtlichkeit auf dem Anschreiben. Einen vollgetexteten Werbeprospekt im Briefkasten lesen Sie auch nicht. Also texten Sie mal jeden Satz fast wie eine Schlagzeile. Kurz, treffend und übersichtlich im Gesamteindruck. Ein eigenen Briefkopf – abweichend vom Standardeinerlei – können Sie verwenden, wenn Sie akademische Titel besitzen.
- Schrift
Mut zur Farbe! Jeder druckt mit schwarz. Alle eingehenden Bewerbungen sind gleich. Wie wäre es mal mit Royalblau? Wir haben bei Testbewerbungen in einem dunklen blau oder dunklem grün gute Erfahrungen gemacht. Das fällt auf jeden Fall auf und animiert zu mehr. Dabei kam es in den Tests statistisch zu mehr Vorstellungsterminen bei den grünen Bewerbungen. Grün beruhigt, wirkt ehrlich und animiert zum lesen. Wenn Sie weiterhin schwarz verwenden wollen, versuchen Sie im kurzen Anschreiben mal die Schlüsselwörter Fett herauszuheben. Auch das wird Sie von anderen abheben.
- Lebenslauf
Die aktuellste Position sollte auf jeden Fall mit Kontaktdaten enthalten sein. Auch sollten Sie wichtige Anstellungen mit Schlüsselpositionen und Verantwortlichkeiten aufführen. Hatten sie bereits mehrere Jobs, wählen Sie die relevantesten und vergessen Sie auf keinen Fall, die letzten 5 bis 8 Jahre vollständig darzustellen. Das ist wichtig. Alles davor interessiert in der schnelllebigen Zeit heute nicht mehr wirklich. Wichtige Zertifikate und Kurse auf jeden Fall erwähnen.
- Kontaktdaten
Viele Termine scheitern an den Kontaktmöglichkeiten. Sind Sie telefonisch erreichbar? Dann vergessen Sie die Festnetz- bzw. Mobilfunknummer nicht. So können Sie für eine Rückfrage oder Terminvereinbarung angerufen werden. Geben Sie eine Mailadresse nur an, wenn sie nicht gerade “kleinerMausespatz@internetanbieter” oder “vampirelady@internetanbieter” lautet. Professionalität bei der E-Mail ist auch hier sehr wichtig.
- Online-Profil
Weisen Sie im Lebenslauf vielleicht auch auf Ihr Xing-Profil hin und hinterlegen Sie die URL dazu. Word hat die Eigenschaft, diesen Link auch als solchen andersfarbig darzustellen. Entfernen Sie aus der Textzeile die URL (Rechtsklick auf den Link mit der Maus, dann URL-entfernen wählen) , damit diese auch in der Schriftfarbe mit dem Rest des Lebenslaufes passt. Hier kann sich der Arbeitgeber über Sie weiter und genauer informieren und ggf. auch Ihre Beiträge lesen. Es erspart bzw. verhindert auch, dass der Arbeitgeber Google befragt.
Probieren Sie es aus!
Wie im Marketing für Produkte können Sie mit einigen wenigen Tricks auf jeden Fall Interesse für Ihre Bewerbung erzeugen.
Wir wünschen viel Erfolg
Die Redaktion
//O.F.
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