Arbeitslosenzahlen Januar 2009
Geschrieben am: 29. Januar 2009 in Arbeitsmarkt
Schlagworte dieses Artikels: Arbeitslosigkeit, Arbeitsmarkt, Arbeitsmarktzahlen, Arbeitsosenzahlen, Januar 2009
Da ist es wieder, dass böse Wort: “gestiegene Arbeitslosenzahlen”und diesmal überrascht es niemanden. Es war zu erwarten gewesen und so gab die Bundesagentur die aktuellen Januarzahlen bekannt. Gerade jetzt, wo auch große Unternehmen wie SAP oder Ford von einem schweren Jahr sprechen, wird klar, dass es wahrscheinlich erst der Anfang eines steilen Anstiegs werden könnte.
Arbeitsmarktzahlen Monat Januar 2009
Erst gestern sprach SAP von einem schweren Jahr und auch der Chiphersteller Toshiba kündigt Verluste an. Die Zahlen der Bundesagentur kommen schon wegen den aktuellen Wirtschaftsnachrichten nicht überraschend. Die Arbeitslosigkeit hat im Vergleich zum Dezember um ganze 387.000 Personen zugenommen und liegt aktuell bei 3,489 Mio Arbeitslosen in Deutschland.
Die Bundesagentur begründet diesen Anstieg nicht nur mit der Saisonalen Lage, die in Januar üblicherweise für einen Anstieg der Arbeitslosenzahlen sorgt, sondern auch mit dem Eingreifen der Finanzkrise in den Arbeitsmarkt. Deutlich sei erkennbar, dass die Einstellungen zurückgingen. Viele Arbeitnehmer, die jetzt arbeitslos sind, kamen aus Kurzarbeit und begründeten die Arbeitslosigkeit mit Auftragsrückgängen in den alten Unternehmen.
Der Anstieg war allerdings auch deutlich höher als in den letzten beiden Jahren (+253.000 bzw. +277.000). Die Unternehmen halten sich aktuell sehr mit eigenen Prognosen zurück. Allerdings sind die Einstellungen derzeitig auch rückläufig und das wird in den nächsten Monaten auch noch so bleiben. Es gibt allerdings auch zahlreiche Stellenangebote, die noch nicht besetzt sind. Wer sich bemüht, findet auch einen Job. Gesteigert wurden seitens der BA auch Maßnahmen für Arbeitslose in Bezug auf Berufsförderung, Ausbildung und berufsbegleitende Unterstützung. Diese Steigerungen reichen aber nicht aus, den Anstieg der Arbeitslosigkeitsmeldungen aufzufangen oder gar auszugleichen. Ebenso ist ein deutlicher Anstieg von Kurzarbeit zu verzeichnen.
Quelle: Bundesagentur für Arbeit.
Die aktuelle Broschüre für diesen Monat können Sie sich direkt hier von der Bundesagentur downloaden.
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