Aus dem Urlaub…
Geschrieben am: 23. August 2010 in Jobpraxis
Schlagworte dieses Artikels: Arbeit, Job, Jobstart, Netzwerke, SocialMedia, Urlaub, Urlaubszeit
…in den Stress. Zurück nach ein paar entspannenden und trotzdem irgendwie recht arbeitsreichen Wochen, kehrt auch in unser Büro wieder Leben ein. Und bevor einem der Arbeitstrott wieder so richtig einholt, gibt es ein paar Tipps, wie man sich die Rückkehr in den Job und die Wochen nach dem Urlaub versüßen kann.
Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub – Tipps für den Jobstart nach den Ferien
Ach, was waren das für interessante Wochen. Die schönste Zeit des Jahres bei tollem Wetter und jeder Menge Freizeit. Oder jeder Menge frei einteilbare Zeit für die Arbeit. Je nachdem, wie man es nimmt und für sich selbst praktiziert. Mancher ist ja während der Urlaubszeit komplett verschollen und taucht auch erst pünktlich zum Dienstbeginn wieder auf und manch einer ist eigentlich während des Urlaubs fast mehr mit der Firma beschäftigt als während der Arbeitszeit oder genausoviel. So war es jedenfalls fast überwiegend bei uns und als Ideenschmiede gibt es für uns gerade in der Urlaubszeit immer Momente, wo es sprichwörtlich “fließt”. Da sitzt man dann bis spät in die Nacht – oder auch bis in die Morgenstunden – im Caravan und wenn es dämmert ist wieder ein Konzept, ein Projekt oder ein neues Kapitel für das nächste Buch fertig. Inspiration pur.
Unterschiede gibt es immer, doch eines haben alle gemeinsam. Der Urlaub ist irgendwann mal zu Ende.
Man kann sich den Start in den Arbeitsalltag allerdings mit einfachen Schritten versüßen und so auch dem drohenden sofortigen Betriebstrott etwas entgegensteuern.
- 1. vorher mal durchklingeln
Rufen Sie doch ein oder zwei Tage vor Arbeitsbeginn mal in der Abteilung an und fragen nach dem Rechten. Das macht Sinn und Sie fallen nicht aus allen Wolken, wenn Sie wichtige Veränderungen verpasst haben. Stimmen Sie ggf. auch den Terminplaner nochmals mit einem Kollegen ab. Oft ergaben sich während Ihrer Abwesenheit Änderungen im Zeitplan, die berücksichtigt werden können. Das Gehirn kann langsam aber sicher schon umschalten und wird wieder auf den Job stimuliert.
- 2. Fotobuch
Mal vorweg. Die Photos aus dem Urlaub sollten zu Hause bleiben. Nicht selten geht die Digicam nach dem Urlaub erstmal rum und Kollegen können, was das Thema: “Geschichten-aus-dem-Urlaub-anhören angeht”, wahre Zeiträuber sein. Das verursacht spätetstens nach ein paar Tagen wieder Stress. Was allerdings Sinn macht, ist ein digitaler Fotorahmen auf dem Schreibtisch mit Schnappschüssen aus den letzten Wochen. Nehmen Sie hier aber keine Personenfotos aus der Familie mit darauf. Naturaufnahmen, Bäume, Wiesen, Gebäude, Strand. Das fördert das Erinnerungsvermögen und hebt die Laune gleich um ein Vielfaches.
- 3. Leckerli
Motivationsstimulanzen sind auch kleine Kulinarische Leckerlis aus dem Urlaub. Klappt leider nicht bei Nicht-EU-Urlauben, da die Einfuhr von Lebensmitteln verboten ist, doch innerhalb der EU und ohne Flug kann man während der Arbeitstage noch von kleinen Köstlichkeiten aus dem Urlaub zehren und sich so selbst stimulieren. Ob es nun der Käse ist oder Bonbons oder vielleicht Getränke aus dem Urlaubsland oder andere Lebensmittel. Persönlich schmeckt mir das Elchsalamibrot nach dem Urlaub hervorragend und errinnert mich daran, dass ich wieder hinfahre.
- 4. Urlaubsplanung
Man glaubt es nicht, doch einer der größten Motivationsfaktoren und Stresskiller ist die Vorfreude auf den nächsten Urlaub. Also planen Sie diesen genau jetzt!
Zusätzlich planen Sie, insofern möglich, in den nächsten 6 Wochen mindestens ein langes (verlängertes) Wochenende ein. Buchen Sie sich dabei wenn möglich auch ein Hotel außerhalb. Das hilft, die steigende Aktivitäts- und Stresskurve, die der Job jetzt mit sich bringt, nochmals abzusenken um dann für den nächsten Zeitraum (von jetzt gerechnet meistens den Jahreswechsel) durchzuhalten.
- 5. Gaspedal
Sie können definitiv nicht gleich mit Vollgas starten. Wer dies behauptet lügt. Wer dies wirklich durzieht riskiert nicht nur schnell das Gefühl von Ausgebranntheit sondern schrammt (vielleicht wie auch schon vor dem Urlaub), ständig am BurnOut vorbei. Stellen Sie die Termine der nächsten Tage und für die nächsten zwei bis drei Wochen in einer steigenden Pensumskurve auf. So kommen Sie langsam und ohne Schaden in Fahrt. Auch Mitarbeiter und Kollegen sollten und können nicht verlangen, dass jetzt bei Ihnen alles wieder so läuft wie vor dem Urlaub.
- 6. Vorsätze
Oft nimmt man sich einige Sachen für den Job vor, die man nach dem Urlaub verändern will. Tun Sie das und informieren Sie auch die Kollegen darüber. Freundlichkeit oder Gutmütigkeit, Auftragspensum und selbst auferlegter Druck. Alles Vorsätze, die während der Urlaubszeit – wie auch fast immer zum Jahreswechsel – gefasst werden und auf die Erfüllung warten. Versuchen Sie doch auch, Ihre Vorsätze deutlich durchzusetzen. Das motiviert, gibt Ihnen ein Ziel und eine Richtung. Nicht selten ist auch das genau das, was von Kollegen insgeheim erwartet oder erhofft wird. Das Team wird es Ihnen danken. (Die Herumbrüller und Übermäßig-Weiterdelegierer oder Kontrollfetischisten wissen, was ich meine.)
- 7. Sie haben Post
Nach zwei, drei oder gar vier Wochen Urlaub haben Sie mit Sicherheit Post. Unmengen unter Umständen. Informieren Sie den Systemadministrator über Ihre planmäßige Rückkehr. Gleiches gilt für die Postabteilung, insofern vorhanden. Hatten Sie eine Weiterleitung drin? Dann lassen Sie diese auch noch mindestens bis zum frühen Nachmittag da, wo sie ist. Der Systemadmin hilft bei Bedarf. Setzen Sie sich erst mit der Person in Verbindung, die Ihre ganzen Mails abfangen konnte und lassen sich nach Aufhebung der Umleitung die wichtigsten Konversationen von der Person zuschicken.
Holen Sie Ihr Postfach ab. Es dürfte dadurch nicht viel Müll kommen. Morgen ist es dann wie üblich wieder direkt von Ihnen erreichbar und wird nur noch von Ihnen bearbeitet. Die Papierpost sollten Sie durchsehen und nach den üblichen Kategorien sortieren. Arbeiten Sie abwechselnd 2 unliebsame 1 nette Post ab. Nach diesem Schema reduziert sich der Berg recht schnell und auch von unliebsamer Post haben Sie nun Kenntnis, ohne gleich Magengeschwüre zu haben. Ein Wäschekorb voll wartet auch gerade auf uns.
In diesem Sinne:
Kommen Sie nach dem Urlaub wieder gut in den Trott.
Das wünscht jedenfalls die Redaktion
//O.F. //S.F. //F.W. //L.A. //T.M.
Teilen Sie diesen Artikel mit Freunden
Das könnte Sie in dieser Kategorie auch interessieren:
Linktipp / Reklame / Werbepartner dieses Artikels:



















































