Bewerbungs-ABC – M wie Mappen für die Bewerbung
Geschrieben am: 18. November 2008 in Bewerbungs-ABC
Eine gute Verpackung macht noch lange kein gutes Produkt. Diese Weisheit ist nicht von der Verpackungsindustrie erfunden worden. Aber um die Verpackung ansich geht es hier in diesem Beitrag. Wie verpacken Sie Ihre Bewerbung?
Bewerbung – Erfolgreich durch Verpackungskunst
Bewerbungsmappen im Test
Die Überschrift ist etwas irreführend aber von uns ganz bestimmt so gewählt.
Bewerben ist nicht nur eine Präsentation seiner selbst, sondern auch ein “zum Markte tragen” seiner Person. Wie bringt man nun die wichtigen Bewerbungspapiere so in das Personalbüro, dass diese auch auf dem Stapel von 359 Bewerbungsbriefchen auffallen?
Sie müssen diese grundsätzlich richtig verpacken. Wir meinen damit aber nicht, dass Sie ein Schleifchen um die Bewerbung machen sollen oder gar eine besonders große Verpackung wählen sollen.
Es gibt im Handel unzählige verschiedene Bewerbungsmappen. Alle Arten, alle Formen, alle Farben, mit Clip und ohne, mit Gummizug und ohne und sogar welche für dickere Bewerbungen mit extra Dehnfalz.
Alles tolle Sachen aber auch viel nur eine Erfindung der Industrie, die diese Sachen an den Mann (in diesem Fall Bewerber) bringen aber dabei nicht an die Personaler gedacht haben. Wie selektiert also ein Personaler in einer Vielzahl der Fälle? Er sortiert nach Aufwand. Die guten in’s Töpfchen und die Schlechten ins… So ungefähr. Wir haben und bei Personalern aus verschiedenen Branchen umgehört und fast einhellig die selben Antworten erhalten.
Ganz oben auf der Hassliste der Bewerbungen stehen die, die nicht dem A4-Format entsprechen. Es gibt noch immer Zahlreiche Bewerber, die auf C6-Briefformat abfahren und die Unterlagen so versenden. Auch A5-Versionen fliegen gleich in die Ablage P insofern es sich nicht um einen 1cm hohen Datenträgerversandumschlag handelt (z.B: Bewerbungs-CD ). Aber diese Empfänger erkennen dann auch die Form und wissen meistens schon vorher was drin ist.
Gleich danach auf Personalers-Hassliste kommen die sogenannten doppelten Auffaltmappen. Die bestehen meist aus stabilen Karton und lassen sich nach links und rechts aufschlagen und geben so den Inhalt sichbar, damit “man nur noch lesen muss”. Im Prinzip eine gute Idee, doch blockiert diese Mappe den ganzen Schreibtisch. Es sind eben 3x etwas mehr als A4. Vergleiche mit anderen Bewerbern sind so schwer möglich und stellen eine Verzögerung im Leseablauf dar. Sie zwingen damit dem Personaler eine andere Arbeits- und Leseweise auf. Dies mag er überhaupt nicht.
Wer aber glaubt, dass das schon alles ist, irrt gewaltig. Jetzt kommen die Bewerbungen raus, die Auffälligkeiten aufweisen. Dazu zählen auch Mappen, die “witzige” Jobcomic-Aufkleber verwenden. Bevorzugt hier: Simpson oder einfache Schmetterlinge oder Blumen. Glauben Sie nicht? Alles schon gesehen.
Bewerbungen in Lochheftern (man locht keine Bewerbungsunterlagen) und Bewerbungen auf liniertem oder karriertem Papier fliegen umgehend raus!
Gummibandverschlüsse an Mappen sind unbeliebt.
Und Mappen mit loser Blatteinlage sind ebenfalls nicht sonderlich beliebt, haben aber eine Daseinsberechtigung. Man muss nur eben sehr aufpassen, dass keine Kniffe beim Schließen entstehen.
Also bleiben nur Clip-Ordner. Doch welche sind die effektivsten. Im Supermarkt im 10er-Pack für 1,99 erschwinglich bieten die normalen Clip-Hefter die beste Lösung. Aber Vorsicht. Dort ist der Pack bunt gemixt. Alle Farben dabei. Von Pink bis Hellblau. Finger weg!!!
Wählen Sie eine dezente Farbe. Dunkelblau, schwarz und grau sind hier eingebürgerter Standard. Mit Pink fallen Sie so stark ins Auge, dass Sie schnell gelesen werden und unter Umständen aber auch schnell wieder weggelegt werden. Es ist halt so. Gute Mitarbeiter (respektive Bewerber) brauchen sich nicht durch Farben hervorheben. Gute Bewerber werden erkannt. Mit solider und dezenter Mappe. Der Inhalt muss überzeugen. Die Wahl der Mappe indirekt.
Was ist nun mit den verschiedenen Clips? Es ist hier wirklich egal ob Langclip oder Kurzclip beides ist legitim. Kaufen Sie die Mappen im Fachgeschäft, wo Sie sich ausreichend mit diesen eindecken können. Denken Sie auch daran, das auf einigen Mappen Fett >>BEWERBUNG<< draufgedruckt ist. Wählen Sie bevorzugt welche ohne Aufdruck. Was drin ist, ist dem Personaler eh bekannt.
Erst jetzt beginnt die eigendliche Selektion, die dann nach verschiedenen betrieblichen Schemen durchgeführt wird.
Sie sehen also. Ein Haufen Arbeit und Gedankengänge, bevor Ihre Bewerbung überhaupt erst gesehen wird. Mit dieser Art von Mappenwahl schaffen Sie es aber hier schon bereits, weit nach vorne zu rücken, denn von den oben beschriebenen 359 Bewerbungen sind an dieser Stelle garantiert schon mehr als 152 rausgeflogen, da diese nicht den Normen oder eingespielten “nichtexistierenden” Standards entsprachen.
Ihre Chance, sich im Bewerbungsmaraton schon durch die Wahl der richtigen Form und Farbe der Mappe hervorzuheben, bzw. im Spiel zu bleiben.
Noch zwei Tipps:
Verwenden Sie immer ausreichend Porto! Eine Bewerbung kostet in der Regel 2,20€ Portokosten und verwenden Sie einen stabilen Umschlag.
Wenn in einer Stellenausschreibung steht: ” Bitte verzichten Sie auf die Zusendung von Plastikmappen, Bewerbungshüllen oder ähnlichem, da wir Ihre Unterlagen nicht zurücksenden können.” Dann tun Sie das auch nicht! Bewerbungsunterlagen müssen drei Monate nach Ablauf der Bewerbungsfrist vernichtet werden und das Recycling von Plaste und Papier macht wieder richtig Sortierarbeit.
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