Bewerbungs-ABC – S wie Sperrvermerk
Geschrieben am: 1. September 2008 in Bewerbungs-ABC
Schlagworte dieses Artikels: Bewerbungs-ABC, Sperrvermerk
Das Bewerbungs-ABC des Karriereguide’s beschäftigt sich in diesem Beitrag im dem Thema Sperrvermerk. “Diskretion wird zugesichert, sowie Sperrvermerke beachtet werden.” Diesen oder ähnlichen Satz lesen Sie immer öfter unter Stellenausschreibungen. Insbesondere in Zeitungen und Zeitschriften und Stellenbörsen mit Chiffre-Anzeigen finden Sie diese Formulierung. Doch was steckt dahinter und was bedeutet der Begriff Sperrvermerk?
Sperrvermerke – Schließen Sie bestimmte Unternehmen aus
Stellenanzeigen ohne Absenderadresse gelten meist als unseriös. Diese sollen hier auch nicht behandelt werden. Wir wollen uns die Stellenanzeigen ansehen, in denen der Auftraggeber nicht ersichtlich ist und eine andere Person oder Firma angegeben ist. Oftmals findet sich schon innerhalb der Stellenanzeige eine Formulierung, die dem Bewerber Aufschluss über die Art des Unternehmens und über die Kontakt- und Vermittlungsfirma gibt.
“Als Partner der Industrie sind wir, die marktführende Personalberatung XYZ, für die Rekrutierung im technischen Bereich zuständig. Wir suchen für eine großes Chemielaboratorium in NRW einen ….. ”
Hinter diesen Stellenanzeigen verbirgt sich oft also eine Personalberatung und ein Auftraggeber der nicht genannt werden möchte. Warum gibt ein Unternehmen seinen Namen für eine Stellenausschreibung nicht her, obwohl es doch auch ein Marketinginstrument wäre und das Unternehmen bekannter machen könnte? Das kann mehrere Günde haben. Klassifiziert in interne und externe Gründe, gibt es durchaus einige wichtige Gründe, nicht genannt werden zu wollen.
Interne Gründe: Es gibt noch einen Einstellungsstopp oder der derzeitige Stelleninhaber soll von einer Neubesetzung nicht informiert werden. Dabei ist es auch für Ihre Bewerbung über Headhunter oder Personalvermittlungen immer von Vorteil eine Sperrvermerkseite vor die Unterlagen zu legen, wenn Sie innerbetrieblich Kenntnisse über diese Art der Stellenausschreibung haben und sich gleichzeitig auch selbst woanders bewerben wollen. Sonst kann es passieren, dass Ihre Bewerbung bei Ihrem aktuellen Personaler auf dem Tisch landet. Ein Faux pas, den Sie nie wieder gutmachen können.
Externe Gründe: Das Unternehmen will nicht 1267 Bewerbungen erhalten, sondern nur gezielte Bewerbungen. Es ist erwiesen, daß die Menge der Bewerbungen deutlich reduziert ist, wenn der Auftraggeber nicht direkt genannt wird. Zudem könnte das Unternehmen vielleicht einen neuen Bereich eröffnen wollen, von dem die Mitbewerber auf dem Markt nicht gleich durch eine offizielle Stellenausschreibung informiert werden sollen. Damit Sie nicht Gefahr laufen, dass Ihre Bewerbungsunterlagen an ein Unternehmen gehen, wo Sie auf keinen Fall arbeiten möchten (oder bereits gearbeitet haben) oder sogar an Ihren eigenen Arbeitgeber verwenden Sie ein Sperrvermerk.
Dies kann auf verschiedenen Arten ausgegeben werden. Die einfache Variante: Schreiben Sie auf den Briefumschlag Ihrer Bewerbung einfach: “Unterlagen nicht weitersenden an: a) …… b) ……. Vielen Dank.”
Fällt die Liste etwas länger aus, was in einigen Branchen durchaus üblich sein könnte, richten Sie sich ein Extrablatt für den Sperrvermerk ein. Dort geben Sie eine Liste der ausgeschlossenen Unternehmen an. Wichtig ist hierbei, dass die Seite Sperrvermerk noch vor dem Deckblatt liegt. So wird zum einen sichergestellt, dass die Seite nicht untergeht, zum andern spart der Arbeitsvermittler Zeit, da er Ihre Unterlagen unter Umständen nicht lesen muss. Kennzeichnen Sie hier aber den Umschlag mit: “Sperrvermerk innenliegend”, da einige Vermittler nur die Unterlagen sammeln und teilweise auch ungeöffnet weiterleiten. So muss er diese Unterlagen öffnen und erst vergleichen, ob er Ihre Unterlagen weiterleiten soll.
Sie finden eine Vorlage dafür in unserem Downloadbereich. Die Verwendung eines Sperrvermerkes ist kein Makel oder Nachteil, solange Sie nicht ein Branchenbuch umfasst. Niemand wird Ihnen was böses, wenn Sie ein Sperrvermerk verwenden.
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