Bundesagentur für Arbeit bringt neue Stellenbörse
Geschrieben am: 9. September 2009 in Arbeitsmarkt, Jobpraxis
Schlagworte dieses Artikels: Arbeitsamt, Bundesagentur, Jobbörse, Jobportal, Stellenangebote, Stellenmarkt
Mit dem Slogan “Endlich Benutzerfreundlich” bringt die Bundesagentur für Arbeit ihre neue alte Stellenbörse auf Vordermann. Zugegeben, die Benutzerfreundlichkeit war bei der alten Variante kaum gegeben. Wir haben es getestet. Ob es jetzt für eine ordentliche Jobsuche reicht? Hier.
Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit
Heller, freundlicher und gefälliger. Mein Eindruck von der neuen Stellenbörse der Bundesagentur für Arbeit ist durchweg positv. Da wurde sich richtig in’s Zeug gelegt. Gleich auf der Startseite finden Arbeitgeber und Bewerber die passenden Informationen und eine Schnellsuche über drei Auswahlfelder lassen umgehend eine Sofortsuche zu.
Die daraufhin folgende Listenansicht kommt so schnell, dass ich mir Speicherplatz auf dem Server wünsche. Die Anzahl der Bewerberprofile im Kopfbereich der Seite ist etwas irreführend und keinesfalls gleichzusetzen mit den aktuellen Arbeitslosenzahlen. Dafür erfährt man auch gleich oberhalb der Seite, wieviele Jobangebote und Ausbildungsstellen frei sind.
Erreichbar ist die Stellenbörse der BA über http://jobboerse.arbeitsagentur.de und natürlich auch über die alten üblichen Seiten durch entsprechende Verweise.
Auffällig ist auch weiterhin, dass wahrscheinlich zigtausende Stellen doppelt enthalten sind, da oft viele kleine private Arbeitsvermittler identische Stellen im Angebot haben. Meist ist die Börse, jedenfalls für meinen ursprünglichen Job, nur mit CallCenter-Tätigkeiten gefüllt. Wirklich relevantes hab ich in meiner alten Heimatstadt auch wirklich nicht gefunden. Dafür findet man dann von diesen kleinen Personalvermittlern hunderte von Links wo man sich teilweise auch registrieren kann.
Muss man jetzt nicht, denn mit einer “Kundennumer” und den Zugangsdaten vom Arbeitsvermittler kann man sein Profil und alle relevanten Fakten auch erstellen und sich von Arbeitgebern finden lassen. Man muss dann aber wahrscheinlich, je nach Freischaltung der Sichtbarkeit des Profils für Dritte, auch mit Anrufen dubioser Firmen rechnen. Diese konkurrieren sehr stark um den Vermittlungsgutschein und lassen sich da zwischenzeitlich auch einiges einfallen um Bewerber in den eigenen Pool zu ködern. Der Markt ist hier reichlich übersättigt. Ein Gegencheck in München und Hamburg und mit der neuen Suchabfrage mit einem Job nach Studienabschluss zeigte erfreulicherweise dann doch auch bessere Ergebnisse. Man kann interessante Stellen auch auf einen Merkzettel legen. Dies setzt allerdings die vorherige Anmeldung mit seinen Zugangsdaten voraus.
Jobs finden und bewerben kann man sich natürlich auch extern, da viele Firmen wenigstens die üblichen Kontaktdaten angeben.
Ein Kritikpunkt habe ich gefunden, worauf ich bei meinen eigenen Stellenbörsen strikt achte. Bei strict fällt mir ein, dass es sogar gelungen ist, ein valides XHTML zu erstellen. Damit sind es schon eine Handvoll Stellenbörsen – inklusive meinen- die diesen Webstandard erfüllen. Zur Kritik. Die E-Mailadressen. Alle wieder klickbar und mit der Maus auch markierbar. Da wäre eine kryptik oder ein Mail-Anonymisierungsscript wirklich hilfreich gewesen. Es gibt tonnenweise Anbieter im Netz und selbst ein kostenpflichtiges Angebot hätte man verhandeln können. Die Agentur zahlt doch auch für 3 Parkplatzwächter für 6 Monate 1-Euro die Stunde für die Bewachung von 10 Autos. Wo ist also dass Problem das mal richtig hinzubekommen. Alles, was mausmarkierbar ist, ist auch von Spambots lesbar und so müssen sich die ernsthaft interessierten Arbeitgeber nicht über Spam-Dreck wundern, der da im Postfach einflattert.
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Insgesamt stimmt die Performance und die Arbeitsagentur behauptet sich auch nach diesem, längst fälligem Design-und Technik-Update wieder als größte Stellenbörse in Deutschland. Übrigens geht die Bundesagentur wohl auch im Marketing neue Wege. Ich fand ein Werbebanner auf dem Auktionshaus Ebay. Also nicht bieten sondern bewerben.
Hier der Beweis. Man erkennt es.

jobbörse ebay
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