Der Feind in meinem Büro
Geschrieben am: 3. Mai 2010 in Arbeitsmarkt, Jobpraxis
Schlagworte dieses Artikels: Arbeit, Büro, Bürosünden, Faulpelze, Job, Kollegen, Stress, Tratschtante
Montage haben mitunter etwas hässliches. Man muss zur Arbeit und wenn das Wochenende mit der Familie auch noch so stressig war, der Wochenendausflug mit den Kids zum Freizeitpark eine Katastrophe oder ähnliches die eigentlich entspannenden Stunden am Wochenende getrübt hat, man will einfach nicht ins Büro. Dabei liegt es eigentlich nicht an der Arbeit selbst, sondern oft auch an den lieben Kollegen.
Bürosünden … oder wie wie man sich im Büro gegenseitig nerven kann
Der Stress und oft auch der Hass auf den Job gehen schon früh am Montag los.
Wieder mit den “lieben” Kollegen die Woche verbringen, sich von allen Seiten stressen lassen und wieder fünf Tage mit den Besserwissern, Faulpelzen, Quasselstrippen und der Kopierer wird von einem selbst wieder zig-mal gefüllt, weil sich die Kollegen sowieso nicht darum kümmern.
Alltäglicher Büro-Wahnsinn und die typischen Symtome in der Bürolandschaft.
Die Dienstleistungsagentur befragte vor einiger Zeit in einer Online-Umfrage Mitarbeiter verschiedenster Unternehmen, was denn am Arbeitsplatz besonders stören würde. Das Ergebnis spiegelt dabei erstaunlicherweise so ziemlich genau den Alltag wieder.
7 Bürosünden und deren Ursachen
Schweißfußindianer und Mundgeruch
Jetzt trifft’s genau die, die in einigen Fällen gar nicht viel dafür können. Schweiß und Mundgeruch bei Kollegen werden jedenfalls bei über 50% der Befragten als extremer Störfaktor angesehen. Gegen den Stinkefuß gibt es inzwischen was in jeder guten Drogeriemarktkette. Bei Mundgeruch ist das nicht immer der Fall. Oft ist es auch eine unentdeckte oder unbehandelte Gallenerkrankung. Diese kann nur von einem Arzt behandelt werden. Ein Wink mit dem Zaunpfahl wie ein Parfum oder eine Zahnbürste sollte daher wohlüberlegt sein. Es könnte als Mobbing ausgelegt werden.
Ganz oben auf der Liste: Musik.
Sie stört einfach bei der Konzentration und wenn die Hitparade des Schreibtischnachbarn auch noch den eigenen Geschmacksnerv gar nicht trifft und meilenweit entfernt liegt, wird es besonders schlimm. Die Lautstärke lässt sich ja noch teilweise durch ein nettes “Mach mal bitte leiser” regeln oder wenn nicht anders durch “handanlegen”, doch Musik als Störfaktor gaben über 30 Prozent der Befragten an.
Schneckengetier
Ungeliebte Lebewesen nicht nur im Garten und beide haben eines gemeinsam. Sie sind langsam. Egal, bei welcher Aufgabe, ob Botengang, Kalkulation oder Präsentationsvorbereitung. Kommt Zeit kommt Rat oder jemand, der es schneller macht weil die Zeit mal wieder drückt. Eigenartigerweise lässt sich diese Bürospezies auch ganz und gar nicht aus der Ruhe bringen, frei nach dem Motto: “Komm ich heut’ nicht, komm ich morgen und übermorgen ganz bestimmt.” Wegen “Schneckengetier” kommen ganze Projekte in Verzug und in Gefahr. Natürlich sind auch nicht selten Kollegen schuld, die immer genau dann, wenn es wichtig wird, plötzlich krank geschrieben sind. Meetings fangen mit Schneckengetier grundsätzlich 15 oder 30 Minuten später an. Nichteinmal eine simple Email kann innerhalb von Tagesfrist beantwortet werden. Von Stunden ganz zu schweigen. Das nervt fast 20 % aller Arbeitnehmer.
Schmutzfinken
Und wenn wir schon bei tierischen Bezeichnungen sind, dann sind die Schmutzfinken ebenso nicht weit. Wer seinen Teller nicht in die Kantine bringt, in der Teeküche seine Kaffeetasse nicht abwaschen kann und seinen Schreibtischmülleimer mit dem angefallenen Unrat des Tages nicht in die große Tonne vor dem Tor bekommt, nervt. Das behaupten zumindest mehr als 12 Prozent der Befragten Umfrageteilnehmer. Hier wird immer wieder aufs neue die Ordnung und Sauberkeit kritisiert. Und an wem bleibt es wieder hängen? Meistens an den Bürodamen. Irgendwer muss den Abwasch ja machen und die sind es schließlich von heimischer Küche so gewohnt, so jedenfalls wohl die einhellige Meinung der Männer. Ebenso nervig ist es übrigens auch, wenn im Kühlschrank der Teeküche Lebensmittel vergammeln. (Ist ja auch schlimm, wenn man Marion ihren Fruchtjoghurt wegessen will und der schon wieder wächst.)
Faultiere
Und noch ein Getier, auf das in Büros gerne verzichtet werden kann. Das Faultier. Ist der Flurkopierer alle? Das Faultier wird garantiert kein Papier nachfüllen. Ein Problem, welches die dringende Konsultation mit jemanden erfordert, der es schnell lösen kann? Auch das kann man vom Faultier nicht erwarten. Ein simpler Anruf in der IT-Abteilung weil der Server nicht hochfährt wird dem Faultier erst nach ausgiebiger Pause gelingen. Natürlich nicht, ohne vorher dreimal falsch verbunden zu sein. Das Faultier ist aber garantiert pünktlich in der Pause und meist nach einer kurzen Überziehung dieser wieder zurück. Alternativ gibt es auch einige Zwischenpausen und wenn es Arbeit zu verteilen gibt, ist das Faultier meist nicht da oder pickt sich die leichtesten Arbeiten heraus. Glücklicherweise sind Arbeitgeber und Führungskräfte inzwischen in der Lage, diese Spezies schnell zu erkennen und entsprechend zu motivieren.
Kleiner Feigling
Kleiner Feigling im Büro? Aber doch bitte erst als Feierabendumtrunk. Aber 13% finden die “Ich-trau-mich-nicht-Typen” im Büro nervend. Hat einer einen Fehler gemacht, war es der Feigling bestimmt nicht – zumindest sagt er dass dann ganz lautstark. Auch wenn jemand dem Chef kurz mal eine Mail oder Notiz schreiben muss, dass es mit dem Projekt verzögerungen gibt, die Kosten explodieren oder das halbe Team krank geschrieben ist und niemand da ist, der die Arbeit machen kann – er wird es auch nicht sein, der es tut. Je nach Cheftyp kommt diese Spezies in Büros mehrfach vor.
Klatsch und Tratsch
Klatsch und Tratsch im Büro sind gesund und wichtig und fördern die Kommunikation. Das sagen jedenfalls Studien. Andere Studien haben mal ausgerechnet, dass dieser sogenannte Flurfunk gar nicht so kommunikativ ist, Ursache für Mobbing und Stress zwischen den Kollegen und auch noch über 65 Stunden Arbeitszeit im Jahr kostet. Und wer schon einmal im Flurfunk genannt wurde, schließt sich gerne den 15% der Umfrageteilnehmer an, denen das Gelaber und Gesülze über Un- und Halbwahrheiten, Gerüchte und Tatsachen während der Arbeitszeit stört.
Und? Haben Sie sich wiedererkannt? Oder einen, Ihrer Kollegen?
Falls nicht, beobachten Sie doch einfach mal.
Dann viel Spaß an diesem Montag wünscht
die Redaktion
//O.F.
Quelle: Regus / OZ2010250
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