Er will in der Konjunkturkrise gewinnen – Jaber Zain
Geschrieben am: 11. März 2009 in Köpfe & Karrieren
Schlagworte dieses Artikels: Einstellung, Erfolg, Karriere, Konjunkturkrise, Motivation, Wege gegen die Krise
In der letzten Konjunkturkrise wuchs sein Unternehmen um 23 Prozent. Jetzt will jaber Zain, Geschäftsführer und Eigner von Cornerstone, diesen Erfolg wiederholen.
Er nutzt die Krise und wird (wieder) gewinnen
Wer? Jaber Zain? Ein Künstlername?
Keineswegs.
Jaber Zain ist 45 und wohnt in Åkersberga, etwas außerhalb
von Stockholm.
Was macht er und was ist er, wenn er soetwas sagt?
Auf jedenfall ist er kein Prophet. Er kam mit 18 Jahren nach Schweden, wie er sagt, ohne alles und mit zwei leeren Händen. Jaber ist nun seit einigen Jahren schon Geschäftsführer und Eigner von Cornerstone, einem marktführenden IT-Unternehmen in Schweden. Der Jahresumsatz beträgt im Durchschnitt ca. 100 Millionen Kronen (ca. 9,5 Mio Euro). Er ist überzeugt, auch aus dieser Wirtschaftskrise mit seinem Unternehmen gestärkt hervorzugehen und das wäre nicht das erste mal.
Cornerstone ist ein privater Ausbildungsbetrieb für Profis in der IT-Branche, welche gerade auch in der aktuellen Krise anfängt zu leiden. Doch Jaber Zain sieht das ganze recht positiv. Das Unternehmen bietet für seine gewerblichen Kunden eine Verbesserung der Fachkompetenz derer Mitarbeiter durch aktuellste Schulungen im Programmier- und Softwarebereich. Er behauptete kürzlich: “Bei Cornerstone wird es keine Konjunkturkrise geben.”
Warum tut er das? Weil ein positv eingestellter Chef, oder eine positv denkende Führungskraft nur so seinen Mitarbeitern und Kollegen entsprechend auch dieses rüberbringen kann. Wenn schon der Chef jammert, warum sollte denn das Team zum Strahlemann werden? Jaber Zain sieht die derzeitige wirtschaftsflaute als Motor für sein Unternehmen. Er sieht den Bedarf und die Möglicheiten für die Schaffung von Zuwächsen und Marktanteilen. Anstelle der konsequenten Einsparungen an allen Ecken und Enden stehen Investitionen auf seiner Wunschliste. Schon während der IT-Krise zu Beginn des aktuellen Jahrtausends wuchs er mit seinem Cornerstone mit über 23%, während der Rest der Branche über 50% verlor. Schließlich ging er als Marktführer im Branchenbereich aus der Krise hervor.
Zufall oder Wunderkind? Auch falsch gedacht. Es ist eine Frage der Einstellung, sagte Jaber Zain in einem Interview. Er ändert einfach die mentale Einstellungen seiner Mitarbeiter. Er sieht seine Mitarbeiter als höchstes Gut und nicht als notwendiges Übel und er zeigt es ihnen auch. Er arrangierte eine Art Coaching für die Mitarbeiter, welches ein mentales Training beinhaltete und negative Gedanken “davonjagte”. Gleichzeitig lässt er die Anforderungen steigen und unterstützt Teamgeist und Ideenreichtum mit Events und Prämien. Das grundlegende Motto: “Nur zufriedene Mitarbeiter sind gute Mitarbeiter!”
Wie agiert er nun mit seinem Unternehmen in der Konjunkturkrise, die schon längst auch den skandinavischen Raum erfasst hat? Natürlich wird auch nach seinen Aussagen der Vertrieb etwas aggressiver und die Akquisition neuer Kunden viel wichtiger als bisher. Mit hohem Engagement, Selbstvertrauen und vielen unterschiedlichen Standbeinen kann man seine Dienste fortsetzen und neue entwickeln. Wörtlich sagte er: “Ich möchte, das mein Team aus so vielen positiven Menschen wie möglich besteht.” Derzeitig wird auch bei Cornerstone gespart. Investments, die nicht nötig sind. Aber es wird eben nicht an den Mitarbeitern gespart, keiner entlassen und nicht an der Lohnschraube gedreht. “Es wäre schadhaft, einem Unternehmen den Fruchtkorb wegzunehmen”, so Jaber Zain. “Entlassung schafft mehr Schaden als Sinn und gute Mitarbeiter muss man nach der Krise erst wieder kostenintensiv suchen und viel Zeit darin verwenden.” Eben das schafft mit dem Wissen der Mitarbeiter um die aktuelle Situation den Auftrieb und die Kreativität, die für den erfolgreichen Fortbestand des Unternehmens benötigt wird.
Er zeigt mit seinem Unternehmen deutlich, dass es alles eine Frage der Einstellung ist, wie man mit negativen Nachrichten umgeht und wie man Krisen mit positiven Einstellungen im ganzen Team überstehen kann. Es gibt Leute, die lassen sich von schlechten Nachrichten herunterziehen und es gibt eben auch Leute, die diese Nachrichten als Mauer sehen, die es zu überwinden gilt.
Eben eine Frage der Einstellung, oder?
Probieren Sie es aus.
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