Führungsstil nicht abhängig vom Geschlecht
Geschrieben am: 28. Januar 2009 in Führungskräfte
Schlagworte dieses Artikels: Chef, Chefin, Führungsstil, Geschlechterkampf, Karrier, Leitungsjobs
Glauben Sie auch, dass Frauen in Führungspositionen deutlich anders oder gar schlechter sind als Männer? Der Führungsstil ist nicht vom Geschlecht abhängig, sondern eher vom kulturellem Hintergrund, den die jeweilige Person mitbringt. Eine neue Forschungsstudie konnte das kürzlich belegen.
Der Führungsstil ist nicht geschlechtsabhängig
Studien haben lange versucht, herauszufinden und zu erklären, welche Eigenschaften im Führungsstil zu welchem Geschlecht gehören. Bislang wurde entsprechend erklärt, dass Frauen sehr relationsorientiert sind und auch finanziell sehr sparsam arbeiten, Gefahren vermeiden und sozial engagiert sind und Männer die Problemlösung auch mal mit Risiko und dem “großen Hammer” angehen. Nun hat eine Forschungsarbeit, diese Theorien widerlegt.
Entsprechend eines Artikels im “International Journal of Cross Cultural Management” spielt der kulturelle Hintergrund der Führungskraft eine weitaus wichtigere Rolle als das Geschlecht.
Dies zeigte eine Studie der Hay Group, in der ca. 60.000 Mitarbeiter in über 40 Ländern der Welt die Führungsstile von Führungskräften bewerten sollten.
Das Ergebnis zeigte, dass die weiblichen Führungskräfte eine deutlich höhere Bewertung erhielten ald die männlichen Kollegen. Dies wurde besonders in den Punkten “Mitdenken” und “Strukturbildung” deutlich.
Das Resultat bricht die These, dass die bislang gültige stereotype Geschlechterrolle bei Führungskräften weiter bestand hat und in den letzten Jahren Veränderungen unterworfen ist. Frauen konnten besonders in der Strukturierung punkten, einer Eigenschaft, die früher mehr bei den Männern verbunden war. Ebenso zeigte die Studie, dass die weiblichen Führungskräfte in der Problemlösungsfähigkeit und im Gesamtüberblick deutliche Vorteile aufwiesen.
Die Unterschiede zwischen den Führungsstilen der Geschlechter seien aber in Europa und Amerika trotzdem noch erkennbar und größer als in anderen Ländern der Welt. Es gäbe beispielsweise keine größeren Unterschiede im Führungsstil zwischen Mann und Frau in asiatischen Ländern.
Der kulturelle und religiöse Hintergrund kann und wird hierfür wohl der Grund sein und diese ursprünglich angenommenen Unterschiede auflösen. Biologische Faktoren in unterschiedlichen Führungsstilen seien nicht erkennbar gewesen, so die Studie. Also “ticken” Männer und Frauen in Japan oder anderen Gegenden der Welt absolut gleich und nur in Europa und Amerika sind die eingefahrenen Wege und Einstellungen schwerlich zu durchbrechen.
Na dann, Frauen an die Macht.
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