Für Sie gelesen – Das Frustjobkillerbuch
Geschrieben am: 19. Januar 2009 in Jobpraxis
Manche Bücher gehören einfach in das Bücherregal, auch wenn es sich dabei nicht um Bestseller-Romane a la Harry Potter oder Ratgeber erfolgreicher Fernsehköche dreht. So ging es mir auch mit dem Frustjobkillerbuch. Es gehörte auf die Liste und stand dort relativ weit oben, sodass es auch schnell beschafft werden wollte.
Das Frustjobkillerbuch
oder warum es egal ist, für wen Sie arbeiten.
In aktuellen Zeiten von Kurzarbeit und wirtschaftlicher Ungewissheit sollte man meinen, dass jeder froh ist, wenn er seinen Job noch hat. Aber weit gefehlt. Auch jetzt sind viele so unzufrieden mit dem Job.
Na, gut. Wäre es nach mir gegangen, hätte das Buch auch noch einen anderen Untertitel nach dem Motto. “Beschweren nützt nichts, ändern wird sich nichts.”
Das Frustjobkillerbuch: Warum es egal ist, für wen Sie arbeiten
von Volker Kitz und Manuel Tusch ist erschienen beim Campus Verlag und ist in jeder Buchhandlung unter der ISBN: 3593386666 für 19,90 Euro erhältlich. Hinter dem Link gelangen Sie zum Angebot auf amazon.de.
Wer zu sehr den Karriereberatern und Coaches der Branche glaubt und alle Ratgeber von denen im Regal hat, neigt dazu, im Selbstversuch zur eierlegenden Wollmilchsau zu werden und sich auch entsprechend zu verkaufen. Was bei einem Jobwechsel zwar erfolgreich und hilfreich sein kann, wird sich letztlich aber im neuen Job auch wieder als sinnlos herausstellen.
Dieses beweisen beide Autoren des Frustjobkillerbuches eindrucksvoll anhand von Statistiken. Beispiele? Mehr als 20% aller Mitarbeiter gehen “innerlich gekündigt” täglich zur Arbeit und machen “nur” ihren Job und einige arbeiten dabei sogar so kontraproduktiv gegen das Unternehmen, dass man fast schon von strafbaren Handlungen ausgehen könnte. Mehr als 85% aller Mitarbeiter möchten den Job wechseln, oder glauben zumindestens, dass es im nächsten Job definitiv besser wird.
Einige könnten da vielleicht Recht haben, doch die Mehrzahl wird schnell merken: Es ist egal, für wen Sie arbeiten. Die Ursachen werden, psychologisch einfach aufbereitet, gleich mitgeliefert. Der Mensch strebt nach höherem und ist nie zufrieden. Wenn es jetzt schon in den eigenen vier Wänden so einfach und spannend ist einen Topf auf den Herd zu stellen und sich dieser (der Herd) bei Berührung mit dem Topf anschaltet oder eine BlueRay-High-Definition-CD auf dem heimischen Player abspielen lässt, welcher sein Bild an einen, an die Wand “genagelten” TFT-Breitbildschirm abgibt, erwarten wir das natürlich auch von unserem Job. Nur da leider vergebens. Unsere Erwartungen im Job sind zu hoch. Gleich nach welchem Kriterium wir suchen, wird es nur in wenigen Fällen gelingen, diese auch akzeptabel zu erreichen und falls es doch geschieht, tritt sofort Goethes” Die Erfüllung eines Wunsches, ist die Geburt eines neuen” in Kraft und so laufen wir dem Idealzustand ständig hinterher. Manchmal eben auch mit der Folge, dass nach einiger Zeit der Job gewechselt wird, auch wenn es eben in der neuen Firma nicht wirklich anders sein wird.
Die Lösung liefern beide Autoren des Bestsellers übrigens gleich mit, und da kommt man wieder in die Coaching-Schiene. Die Lösung sind wir selbst. Diese Volksweisheit zieht sich wie ein Faden durch die aufbereiteten Statistiken und bringt dem Leser, der inzwischen zum Pessimisten mutiert sein sollte (ich nicht, ich bin einer), schnell dazu, den eigenen Arbeitsplatz für den Rest des Tages besonders kritisch zu betrachten.
Die Kernthese des Frustjobkillerbuches lautet demnach auch: “Man sollte aufhören über den eigenen Job zu jammern und ihn lieben lernen”. Man soll sich in den wichtigen Punkten klarwerden, dass man kaum etwas ändern kann und jeder Arbeitnehmer primär sich auch über die gleichen Probleme ärgert. Etwas Distanz oder ein anderer Blickwinkel zum eigenen Job oder die dort bestehenden Probleme lassen schnell auch Strategien zur Lösung erkennen. Leider erklärt das Buch aber dem Leser auch nur, dass man sich selbst verändern solle und den Arbeitsplatz nicht wirklich nachhaltig verändern kann um die nächsten Jahre dort zu verbringen. Aber warum das so ist bleibt leider auch in diesem Buch recht unbeantwortet, aber für die aktuelle Politik und Wirtschaftssteuerug können die Autoren auch nichts.
Volker Kitz hat Jura und Psychologie studiert und arbeitet als Anwalt und Lehrbeauftragter an der Universität in München und Manuel Tusch hat Psychologie und Erwachsenenbildung studiert und hat heute eine psychologische Praxis und ein Ausbildungsinstitut in Köln.
Das Frustjobkillerbuch: Warum es egal ist, für wen Sie arbeiten
von Volker Kitz und Manuel Tusch ist erschienen beim Campus Verlag und ist in jeder Buchhandlung unter der ISBN: 3593386666 für 19,90 Euro. Hinter dem Link gelangen Sie zum Angebot auf amazon.de.
Teilen Sie diesen Artikel mit Freunden
Das könnte Sie in dieser Kategorie auch interessieren:
Linktipp / Reklame / Werbepartner dieses Artikels:















































