Jobsuche in kostenlosen Wochenendzeitungen?
Geschrieben am: 20. März 2009 in Karrieretipps
Schlagworte dieses Artikels: Aus der Praxis, Jobsuche, Sonntagszeitungen, Stellensuche, Werbeanzeigen
Zeitungen, allgemein hin auch als Printmedien bezeichnet, eignen sich immernoch hervorragend für die Jobsuche. Sie sind noch immer auch das effektivste Mittel, um an gute Stellen zu gelangen, solange es sich nicht um kostenlose Wochenendblättchen handelt. Warum? Wir machten eine erstaunliche Entdeckung. Nur zufällig?
Was kostenlose Wochenendzeitungen, Artikel darin und Stellenanzeigen für die Jobsuche bringen
In den letzten Wochen haben wir testhalber mal einige Bewerbungen rausgeschickt, die vom Grund her wenigstens bei jeder Stellenanzeige zu einem Vorstellungsgespräch reichen hätten müssen. Der Fokus lag hierbei aber nicht auf der Tagespresse sondern auf kostenlose Zeitungen, die an jedem Wochenende an alle Haushalte verteilt werden.
Dabei machten wir eine erstaunliche Entdeckung.
Die Stellenanzeigen, welche als solche deklariert waren und welche einzeln in den Zeitungen der Region platziert waren, brachten fast alle den gewünschten Erfolg. Rückrufe von Personalern, Einladungen zum Vorstellungsgespräch und der fairness halber waren auch ein, zwei Absagen dabei. Allerdings hatten wir im extra dafür erstellten Lebenslauf einen Hinweis auf dieses Profil im Web hinterlassen.
Interessant war dabei aber eine andere Feststellung, für die wir etwas weiter ausholen müssen.
Die kostenlos, an die meisten Haushalte gelieferten, Wochenzeitungen werden durch Werbung und Kleinanzeigen finanziert. Dies weiß eigentlich auch jeder. Allerdings findet man, wenn man genau liest in den Beiträgen auch Werbung versteckt. So präsentieren Unternehmen in Textbeiträgen und manchmal auch mit Bildern gespickt neue Produkte oder Programme. Man sollte meinen, dass sich der Redakteur nun besonders ins Zeug gelegt hatte und den Artikel ernsthaft recherchiert hat.
Findet man aber nun solchen Artikel und die selbe Firma hat auch noch, meist weiter hinten, eine Stellenanzeige geschaltet kann man sich das Porto oder die Zeit für die Online-Bewerbung ruhig sparen. Es handelt sich hierbei meistens um die Bezahlanzeige für den Beitrag. Das Gegenstück dazu eben. Es läuft einfach nach dem Motto: “Du kriegst einen Beitrag und kaufst bitte noch eine Anzeige. Wir wollen schließlich auch leben.” Dies bestätigte uns auch ein Redakteur einer solchen Zeitung schon vor einiger Zeit und lies eben diesen Wunsch nach einem Test reifen.
Der Clou dabei. Alle, aber auch wirklich alle, solche Unternehmen, die gleichzeitig einen mehr oder weniger gut gemachte Artikel in selbiger Zeitung enthielten und eine Stellenanzeige geschaltet hatten, schickten die Absagen unmittelbar nach Bewerbungseingang und bei Mailbewerbungen teilweise noch am selbigen Tag. Einige Unternehmen schrieben sogar, dass sie in wenigen Tagen mehrere hundert Bewerbungen erhalten hätten und die Auswahl wirklich schwer fiel…. .(Stöhnen da welche etwa über die neu gewonnene und geforderte Flexibilität der Bewerber?)
Achten Sie doch mal am kommenden oder am nächsten Wochenende direkt darauf und wenn Sie sich bewerben wollen, teilen Sie uns doch das Ergebnis mit. Kann man jetzt davon ausgehen, dass es sich hierbei wirklich um pure Werbung und das inoffizielle Bezahlsystem für diese Sonntagszeitungen handelt?
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