Karrierebooster Nr. 4 – Ausbilder im Lehrberuf
Geschrieben am: 21. November 2008 in Ausbildereignung, Karrieretipps
Schlagworte dieses Artikels: AdA, AEVO, Ausbildereignung, Ausbildereignungsprüfung, Ausbildereignungsverordnung, Ausbildung der Ausbilder, IHK
Einen großen Schritt in Richtung Karriere können Sie bereits fast direkt nach der Ausbildung bzw. schon mit wenigen Berufsjahren machen. Werden Sie Ausbilder in Ihrem Lehrberuf. Die Vorbereitung zur Ausbildereignungsprüfung, auch Ausbildung der Ausbilder (ADA) genannt, dauert, je nach Kursangebot, nur wenige Wochen und bringt Sie entscheidend weiter. Welche Möglichkeiten Sie haben, lesen Sie in diesem Beitrag.
Ausbildereigungsprüfung (AEVO)
Ausbildung der Ausbilder (ADA)
Mit diesem “Schein”, auch Ausbilderschein oder Ausbildungstauglichkeitsnachweis genannt, haben Sie ein wichtiges Instrument für Ihre Karriere in der Hand.
Werden Sie in Ihrem Beruf Ausbilder und sorgen Sie so für Fach- und Sachgerechte Anleitung von Auszubildenden in Ihrem Unternehmen. Voraussetzung ist die persönliche und berufsfachliche Eignung, welche Sie bereits in Ihrer Ausbildung und der Berufspraxis erworben haben. Gleichzeitig sollten Sie den unabdingbaren Willen zur Teilnahme an der Ausbildung der Auszubildenden mitbringen. Wenn Sie das Thema nicht oder nur indirekt interessiert, werden Sie kein guter Ausbilder werden. Selbst wenn Sie den Kurs belegen und bestehen haben Sie nicht die Überzeugungskraft, vor Auszubildenden zu sprechen und diese pädagogisch korrekt und wertvoll anzuleiten.
Ihre Möglichkeiten für die Ausbildung der Ausbilder
Die Ausbildung der Ausbilder (ADA) bzw. die Ausbildereignungsprüfung nach Ausbildereignungsverordnung (AEVO) ist in immer über eine IHK oder Handwerkskammer als Prüfung abzuschließen und Ihre Eignung wird mit einem Zeugnis dieser Stellen zertifiziert. Der Kurs als solches kann bei verschiedenen Stellen gemacht werden. Achten Sie hier aber darauf, dass der Bildungsträger für diesen Kurs ebenfalls zertifiziert ist. Der Lehrgang zum Ausbilder ist richtig für Sie, wenn Sie gefordert sind, in Ihrem Unternehmen Ausbildungsverantwortung zu übernehmen oder wenn Sie Ihre praktische Berufserfahrung professionell und pädagogis angeleitet weitergeben möchten oder sich selbst neue berufliche Möglichkeiten eröffnen wollen.
Varianten der Ausbildung – Ausbildungsmöglichkeiten
Schon ein altes Sprichwort sagt: “Viele Wege führen nach Rom”. Dies trifft auch für den Lehrgang zur Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung zu. Nachfolgende Varianten der Ausbildung haben wir favorisiert.
- 6-monatiger Kurs bei einem Bildungsträger
- 4-wöchiger Kurs bei einem Bildungsträger
- 6-12-monatiges Fernstudium bei einem anerkannten Bildungsträger
zu 1) Hier werden Sie bei einem lokalen Bildungsinstitut auf die Ausbildereignungsprüfung in einem zertifiziiertem Kurs vorbereitet. Sie haben in der Regel 2mal die Woche Unterricht in den Abendstunden. Beachten Sie hier bitte die Unterrichtszeiten. Diese können Sie nicht beeinflussen. Oftmals kann es vorkommen, dass Sie zu diesem Unterricht auch fahren müssen. Planen Sie Fahrzeiten und evtl. Arbeitszeitverschiebungen ein. Diese Möglichkeit ist ideal für alle, die sich dem Zusatzpensum nach der Arbeit stellen wollen und selbstzahler sind oder vom Unternehmen die Kosten erstattet bekommen.
zu 2) Hier sind Sie für den Zeitraum von 4 Wochen im direktem Unterricht mit dem Lernstoff konfrontiert. Sie haben am Abend den Stoff des Tages zu wiederholen und kaum Möglichkeit abzuschalten. Dieser Kurs ist ideal für Unternehmen, die Mitarbeiter schulen wollen und während des Kurses die entsprechenden Arbeitsplätze anderweitig auslasten können oder für Arbeitssuchende mit Einstellungszusage. Er ist der schnellste Kurs mit gleichem Umfang wie die anderen Lehrgänge, nur eben mit wirklich viel Lernen und der Geballten Macht neuer Informationen verbunden.
zu 3) Hier haben Sie meist als Selbstzahler die besseren Karten. Regellaufzeit der Ausbildungseignungsprüfung sind 6 Monate, die aber auf 12 ohne Mehrkosten verlängert werden können. Im Fernstudium wird von Ihnen besonders viel Engagement und Disziplin verlangt. Meist benötigen Sie aber eine Woche für ein Seminar am Ort des Fernstudienanbieters. Hier können Sie die Eigung zum Ausbilder nach Ausbildereignungsverordnung (AEVO) sprichwörtlich heimlich durchführen. Ideal für arbeitslose oder beschäftigte, die mit dieser Qualifikation nicht vom Arbeitgeber gefördert werden würden, wo nicht ausgebildet wird oder wo es vom aktuellen Status ungünstig ist, sich dafür um Unterstützung des Arbeitgebers zu bemühen.
Kosten und Zahlungsmodalitäten einer Ausbildereignungsprüfung
Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Zahlung dieses Kurses. In der Regel sind Sie der, der das Portemonaie aufmachen muss. In wenigen Fällen werden es die Arbeitgeber sein. Noch seltener sind es die Arbeitsagenturen, die diesen Kurs mal ebenso bezahlen möchten oder können. Hier können Sie allerdings mit einer Einstellungszusage die Kosten herausholen und sich noch vor Antritt im neuen Job für den Arbeitgeber besser qualifizieren.
Nach der gängigen Rechtssprechung können die Kosten für berufliche Fort- und Weiterbildung steuerlich geltend gemacht werden. Dies ist besonders interessant, da die Ausbildung der Ausbilder (IHK) durchschnittlich 800,-€ kostet. In kleineren Raten lässt sich hierbei am einfachsten die Variante Fernstudium bezahlen.
Chancen nach der Ausbildungseignungsprüfung (AEVO)
Natürlich können Sie so weiterarbeiten wie Sie es bisher taten. Oft werden Sie dabei aber durch den Kurs auf Dinge stoßen, die Sie vielleicht bei der Lehrlingsausbildung anders machen würden. Sie haben jetzt einen Status erreicht, der es Ihnen erlaubt, mit evtl. bestehenden Ausbildern in konstruktive Gespräche zu treten oder gar sich als betrieblicher Ausbilder in Ihrem oder einem anderen Unternehmen zu bewerben.
Sie haben mit diesem Zertifikat auch einen sogenannen Türöffner in der Hand, der Ihnen bei Bewerbungen sehr nützlich ist, auch wenn das ausschreibende Unternehmen gerade keine weiteren Ausbilder benötigt. Sie heben sich von der Masse der Bewerber ab. (Der hat, der nicht.)
Nutzen Sie die Chance auf die Ausbildung der Ausbilder und die damit verbundene Prüfung zum Ausbilder. Es lohnt sich in vielen Fällen.
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