Karrieretipp: Beförderung gezielt verhandeln
Geschrieben am: 21. Januar 2009 in Allgemein
Schlagworte dieses Artikels: Alternativen, Beförderung, Freizeitausgleich, Karriere, mehr Lohn, Verhandlung, Weiterbildung
Sind Sie reif für eine Beförderung? Der Chef hat es auch schon gemerkt und lädt Sie zu einem Gespräch über Ihre berufliche Zukunft. Verhandeln Sie richtig. Hier einige Tipps.
Viele Wege führen nach Rom – Beförderung verhandeln
Endlich ist es soweit. Das Gespräch über Ihre berufliche Zukunft mit dem Vorgesetzten und gegebenenfalls mit dem Betriebsrat wurde anberaumt. Nun gilt es, die Willigkeit des Arbeitgebers auszuloten und dabei nicht das Spiel zu verpokern. Sie haben jetzt die Gelegenheit,
(und wahrscheinlich die einzige für die nächsten Jahre) im Unternehmen einen Schritt nach oben zu
machen.
- Setzen Sie sich ein reales Lohn- oder Gehaltsziel
Der erste Schritt für Ihre Lohn- und Gehaltsverhandlungen ist, sich ein Ziel für die Verhandlung zu setzen. Legen Sie ein konkretes Lohn- oder Gehaltsziel fest, das Sie für Ihre Leistungen für angemessen halten. Übertreiben Sie dabei nicht und bleiben Sie unbedingt in betrieblichen Rahmenbedingungen. Überzogene Angebote haben bis
jetzt noch immer geschadet. Runter gehen kann man immer heißt es, doch setzen Sie direkt schon zu viel an, disqualifizieren Sie sich gleich. - Setzen Sie sich alternatives reales Positionsziel
Wollen Sie nur geringfügig mehr Geld, aber dafür mehr Status oder Verantwortung, eine
andere Ebene oder einen bestimmten Bereich? Dann ist die Verhandlung um eine Positionierung mit geringerem Fokus auf das Gehalt eine Alternative. (z.B: Verantwortlich für die Lehrlingsausbildung, Betreuung behinderter Mitarbeiter etc.) - Legen Sie sich die richtigen Argumente zurecht
Überlegen Sie sich logische und reale Argumente für eine Lohn- oder Gehaltserhöhung oder
warum Sie gerade für diese neue Position die geeignete Person sind. Denken Sie auch einen Schritt weiter und bereiten Sie sich auf Gegenargumente Ihres Chefs vor. Es ist im Prinzip wie beim Vorstellungsgespräch, nur mit dem Unterschied, dass man sich schon einige Zeit kennt. Überlegen Sie auch gleich, wie Sie Gegenargumente der Geschäftsleitung glaubwürdig widerlegen können. Verweisen Sie auf einige, dafür aber maßgebliche Erfolge innerhalb des Unternehmens. - TOP-Fit – Eine Voraussetzung für jede Verhandlung
Eine allgemeine Regel für Verhandlungen ist eine gute mentale Vorbereitung. Fühlt man sich vor einer Verhandlung unterlegen, sind die Chancen sich durchzusetzen sehr gering. Sind Sie jedoch mental gut vorbereitet und gehen Sie mit Selbstvertrauen und Stolz in die Verhandlungen, steigen die Chancen
beträchtlich und Sie können dieses Gespäch als Gewinner verlassen. Wobei der Gewinner Ihr Vorgesetzter ist, denn Ihre Leistung und Motivation in Verbindung mit Ihrem Willen nach selbigen ist sein Gewinn. - Lohn- und Gehaltsstatistiken zu Rate ziehen
Ein glaubwürdiger und bewährter Weg zu einer Lohn- oder Gehaltserhöhung ist der Verweis auf die neueste Lohn- und Gehaltsstatistik für die Berufsgruppe, zu der Sie gehören. Bleiben Sie dabei im Land. Ausländische Gehaltsklassen selbiger Position sind selten real vergleichbar. Durch die Vorlage objektiver statistischer Daten haben Sie bei der Verhandlung immer eine sichere Position, da diese fundiert und nachprüfbar sind. - Wählen Sie den richtigen Zeitpunkt aus
Es ist immer von Vorteil, den richtigen Zeitpunkt zu wählen. Hat Ihr Chef ungewöhnlich gute
Laune, kann das eine gute Gelegenheit für Sie sein. Private Glücksgefühle einer Führungsperson beeinflusst wie bei jedem anderen auch die Denk- und Handlungsweise. Ist der Chef jedoch unter Druck und fühlt sich gestresst, wartet man besser auf eine andere Gelegenheit. Er könnte Sie durch den hohen Stressfaktor zu diesem Zeitpunkt in Grund und Boden argumentieren und Sie haben auf lange Zeit verloren. - Alternativen finden
Auch wenn gerade nicht wirklich gute Chancen sind mehr Geld oder eine andere Position herauszuholen, können Sie noch Alternativen haben, die sich lohnen. Wie wäre es mit Weiterbildung und Studium? Versuchen Sie doch Zeit zu verhandeln. Für den Ausbilderschein vielleicht oder ein neues an den Beruf grenzendes Fernstudium. Macht manchmal auch Sinn und nützt dem Unternehmen hinterher ebenso. Vielleicht ist hier auch eine Kostenbeteiligung verhandelbar. Verschieben Sie Lohnforderung auf einen Termin nach Bestehen einer Prüfung.
Beachten Sie bei allen Verhandlungen auch die betriebliche Situation. Auch wenn Sie Spitzenergebnisse erzielen, kann die generelle Auftragslage des Unternehmens stagnieren oder rückläufig sein. Dies sind ungünstige Zeiten für eine Positionierung in einer anderen Gehaltsklasse. Ein erfolgreicher Abschluss, ein neu geworbener Großkunde oder besonders lange erfüllte Zielpläne sind eine gute Position beim Vorgesetzten um einen Termin zu bitten.
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