Krise? Keine Spur! – Boombranche: Fitness
Geschrieben am: 25. August 2009 in Arbeitsmarkt, Karrieretipps
Schlagworte dieses Artikels: Fit for Job, Fitness, Fitness-Center, Sport
Überall wird gespart. Täglich liest man von Kurzarbeit, Unternehmeninsolvenzen, Massenentlassungen oder wenigstens von schlechten Auftragslagen. Eine Branche scheint davon irgendwie ganz unberührt. Fitness-Center boomen und erleben einen Ansturm wie lange nicht. Warum? Hier in diesem Artikel.
Fit for Job – Immer wichtiger für Arbeitnehmer
Man sollte glauben, dass sich Menschen, die mit Kurzarbeit konfrontiert sind oder arbeitslos wurden, andere Dinge im Kopf haben als Sport und Zusatzausgaben in Fitness-Centern. Aber weit gefehlt.
Die Branche rund um Sport und Fitness erzielt derzeitig Spitzenumsätze und freut sich über wachsenden Besucherzustrom. Dies liegt keineswegs nur an der Urlaubssaison, wo doch mal das eine oder andere paar Laufschuhe gekauft wird oder ein neues Sportgerät oder Zubehör für die heimische Hantelbank.
Fit for Job ist die Devise und die scheint immer mehr anzukommen bei den Arbeitnehmern. Unabhängig ob gerade arbeitslos oder in Kurzarbeit wollen immer mehr Arbeitnehmer sich besser konditionieren und Körper und Geist mit Sport wieder auf Vordermann bringen. Hat die Branche rund um die Fitness-Center in Deutschland noch im vergangenen Jahr mit rückläufigen Zahlen zu kämpfen gehabt und fast schon wellenartig Mitgliedschaftskündigungen eingeflattert sind, erlebt diese Branche gerade den vielgepriesenen Aufschwung. Mit verbesserten Angeboten für Testtrainings, Kurzmitgliedschaften und Spezialprogrammen haben viele Centerketten auf den Kundenverlust reagiert und hervorragend gegengesteuert. Rabatte und viele andere interessante Aktionen machen das Studio wieder richtig interessant.
Gleichzeitig rückt immer mehr das Bewusstsein der Arbeitnehmer in den Vordergrund, dass ein gesunder und “normalgewichtiger” Körper nicht nur angenehmer für einen selbst ist, sondern auch bei Jobsuche und Karriere Vorteile bietet. Klingt schon wieder nach Diskriminierung. Aber leider ist es so. Wer mit “dicker Wampe” vor dem Personaler sitzt hat eben gegenüber einem “fit aussehenden” Bewerber bei gleicher Qualifikation immer irgendwie schon ein Minuspunkt auf der Stirn. Ist so. Ist doof aber irgendwie nur in den Köpfen der Menschen zu ändern.
Gesunde Ernährung und Sport wird in vielen Ländern Europas und in vielen Unternehmen auch in Deutschland bereits von Arbeitgebern gefördert. So ist es nicht verwunderlich, dass Unternehmen in Schweden oder Norwegen, aber auch in der Schweiz und in Frankreich den Besuch von Saunen oder Fitness-Centern fördern. Ich habe selbst einmal in einem Unternehmen in Schweden begonnen, wo Freitags wahlweise Saunagang für alle oder 2 Stunden Muckibude bezahlt wurden. Nach einer stressigen Arbeitswoche nochmal richtig auspowern. War richtig schön und die Entspannung am Wochenende umso intensiver, sowie der Start in die neue Woche effektiver. Studien in diese Richtung haben dies schon in den 70ern in Skandinavien bewiesen. Auch Top-Unternehmen in den USA nutzen die Kraft der Mitarbeiterfitness für ihre Ziele.
Da das in Deutschland noch nicht so angekommen ist müssen Arbeitnehmer die Kosten selbst tragen. Wie schon erwähnt nutzen es aber immer mehr. Ein klassisches Zuspiel liefern den Sportstudios auch die Aktionen der Krankenkassen, die mit Beitragsrückzahlungen, Boni und anderen Vergünstigungen die sportliche Betätigung fördern. Hier ist zwar die Senkung der Kassenausgaben das prioritäre Ziel, doch fördert es nicht nur den eigenen Kassenstand sondern eben auch die Gesundheit.
Arbeitnehmer sollten sich in örtlichen Centern über Angebote informieren und auch mal mit der eigenen Krankenkasse Rücksprache halten. Nicht selten ergeben sich Möglichkeiten, preiswert an ein paar Stunden Muckibude zu kommen und nicht zuletzt ist ein gesunder Körper auch für den Arbeitgeber interessant, da sich die Krankenstände erheblich reduzieren.
Informieren Sie sich doch einmal selbst.
Sport frei wünscht
Die Redaktion
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