Den Traumjob durch die Initiativbewerbung
Geschrieben am: 24. September 2009 in Bewerbungs-ABC, Führungskräfte
Schlagworte dieses Artikels: Arbeit, Beruf, Bewerbung, Initiativbewerbung, Jobsuche, Karriere, Traumjob
Glauben Sie an die Unmöglichkeit, einen wirklichen Traumjob zu finden? Vergessen Sie nicht die Kraft Ihrer Initiativbewerbungen. Die meisten Jobs kommen nämlich fast nie per Anzeige.
Traumjobs liegen nicht auf der Strasse
Die Anzahl freier Stellen hat sich innerhalb eines Jahres stark reduziert. Gute Positionen mit Verantwortung und Karrierechancen sind aber deshalb nicht rarer geworden. Sie werden nur nicht mehr so stark publiziert. Die großen Stellenbörsen verzeichnen derzeitig starke Rückgänge in den Inseratszahlen. Allerdings werden diese leider auch nicht auf kostengünstigere Portale ausgegliedert. Auf dem traditionellen Wege über Anzeigen einen Job zu finden, der dann auch noch passt und den eigenen Fähigkeiten entspricht, kann derzeitig etwas schwerer werden. Sie werden einfach nicht inseriert. Printanzeigen sind zwar gerade wieder leicht im kommen, doch hier kämpfen Sie teilweise mit vielen hundert Mitbewerbern. Ihre Chance ist hier nur noch die Initiativbewerbung.
Monica Renstig, Karrierecoach und Chefin der Womens Business Research Institute (WOMBRI), meinte kürzlich, das die Spontanbewerbung eine der einfachsten und effizientesten Möglichkeiten sei, an einen neuen Job zu bekommen.
Sie hat dabei vier starke Argumente, warum dies so ist:
- 1. Sieben von zehn zu besetzenden Jobs werden nicht ausgeschrieben.
- 2. Es gibt eine fließende Grenze, ob ein Unternehmen gerade Personal braucht oder nicht. Wenn der richtige Bewerber kommt, kann die genau dafür eine Stelle schaffen.
- 3. Eine Stelle über eine Anzeige in Presse oder Online auszuschreiben ist oft kompliziert und nicht selten teuer für Unternehmen. Besonders in vielen kleinen Unternehmen wird diese nicht genutzt. Hier ist die taktische Spontanbewerbung das effektivste Mittel.
- 4. Viele Unternehmen verschwenden keine Zeit damit, den »perfekten« Kaandidaten zu suchen. Sie rechnen einfach damit, dass Sie mit Ihren Unterlagen sehr gut passen und auch gut sind. Wenn Sie hier ein gutes (manchmal auch glückliches) timing haben, können Sie die richtige Person sein.
So suchen Sie effektiv spontan:
- 1. Wählen Sie Unternehmen / Organisationen aus
Suchen Sie sich zuerst ca. 50 Unternehmen aus Ihrer Branche, in der Sie gerade tätig sind oder die für Ihre Kompetenzentwicklung förderlich sind. Hilfen sind da nicht nur Branchenportale sondern auch PR-Portale im Internet. Trendige Internetseiten bieten teilweise auch einen Einblick in die Gehaltsstruktur der Mitarbeiter und über das Wachstum. Aktienkurse, Pressemitteilungen etc. Eine fast unerschöpfliche Quelle steht Ihnen hier zur Verfügung.
- 2. Listenauswahl
Haben Sie 50 Unternehmen in der Liste, streichen Sie die 25, die Ihnen weniger interessant erscheinen. Streichen Sie diese, die gerade in der Presse publiziert haben, das ein Großteil der Stellen abgebaut werden müssen oder die, die Produkte herstellen, mit denen Sie nichts anfangen können oder gar nicht gutheissen wollen.
Lesen Sie sich nun bei den 25 favorisierten Unternehmen ein, so dass Ihr Bewerbungsschreiben auch darstellt, das Sie sich darüber informiert haben, wie das Unternehmen funktioniert. Schlüsselfrage hierbei sollte sein: Wie kann das Unternehmen Nutzen von meiner Kompetenz ziehen.
- 3. Lebenslauf erstellen und ausdünnen
Bei einer Initiativbewerbugn sollten Sie etwas im Lebenslauf umdenken. Verabschieden Sie sich von alten Anstellungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten.
Der Lebenslauf und das Anschreiben wird immer mehr zum “Verkaufsbrief”. Floskeln sind aubsolut out und langweilen Personaler zu tode. Schreiben Sie Ihren besten Verkaufsbrief und kein Zeugnis über frühere Arbeitsplätze.
Wichtig ist natürlich, das Sie sich nicht anbiedern oder wichtige Qualifikationen verschweigen. Sie müssen trotzdem noch ein ganzheitliches Bild von sich zeichnen. Sie müssen Interesse wecken, um ein Vorstellungsgespräch zu bekommen.
- 4. Ein angepasstes und indiviudelles Anschreiben
Kurz und kernig. Nicht mehr als eine halbe Seite. Lange Beschreibungen von früheren Jobs und Aufgaben sind kontraproduktiv. Vermeiden Sie selbstbeschreibende Adjektive wie “teamfähig, zielorientert, etc.”. Dies wird vorausgesetzt. Senden Sie den Brief unbedingt zu dem, der auch die Macht hat, jemanden einzustellen. Gegebenenfalls vorher telefonisch nachfragen. Bürowege sind lang und oft geht was auf dem Weg einfach unter.
- 5. Schlüsselwörter polarisieren
Zeigen Sie Schlüsselwörter ganz gezielt. Diese polarisieren und erwecken das Interesse. Außerdem imponieren diese andere. Beispielsweise: Ingenieurstudium, Doktor oder andere Titel, Hochschule, Personalverantwortung, arbeitete in den besten Unternehmen der Branche, Ergebnisverantwortung, Auslandserfahrung, etc.
Schicken Sie diese 25 nun in die Welt und warten Sie auf Antwort. Einige Unterlagen werden schnell zurück sein, andere etwas auf sich warten lassen. Wenn Sie nach ca. 10 bis 14 Tagen keine Antwort (Eingangsbestätigung, Absage o.ä.) haben, fragen Sie telefonisch den Eingang ab und ergreifen sie mit einer Telefonbewerbung die Initiative.
Senden Sie Spontanbewerbungen nach Möglichkeit nicht via E-Mail aus. Dies kann auf Massenmail schließen und verringert die Chancen auf den Kontakt mit dem Arbeitgeber.
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