Online-Bewerbung – Geht es noch ohne?
Geschrieben am: 5. Januar 2009 in Bewerbungs-ABC
Der Trend zur Online-Bewerbung wird immer fester. Mehr als 1400 Stellenbörsen tummeln sich im Internet alleine in Deutschland und buhlen um die Arbeitgeber. Von branchensortiert bis zu Multi-Stellenbörsen mit Standardgesuchen von Großkonzernen bis hin zu kostenlosen Stellenbörsen reicht die Palette und ist dabei sehr umfangreich und genauso verschieden wie die Bewerber selbst.
“Bitte bewerben Sie sich über unser Online-Fomular”
Während in Amerika fast 50% aller Stellenangebote nur noch online geschaltet werden, ist es in Europa noch der verhältnismäßig geringe Satz von 20% und auf Grund unterschiedlichster Datenschutzbestimmungen innerhalb der EU in Deutschland nur knapp 18%. Dabei nehmen die skandinavischen Länder und England in Europa einen Spitzenplatz von mehr als 25% aller ausgeschriebenen Stellen auf dem Online-Markt ein. Ein Trend, der nicht mehr aufzuhalten ist.
Neue Funktionen und Features, wie z.B: dem Gehaltsbenchmark, Umfragen und sonstiges, machen die Online-Bewerbung einfach und schnell.
Größere Unternehmen wickeln seit einiger Zeit das komplette Bewerbungsverfahren inkl. Einstellungstest schon online ab. Kleinere Unternehmen bevorzugen zur elektronischen Bewerbung noch die klassische Mappe. Allerdings, gibt es bei Online-Bewerbungen auch Regeln zu beachten. Unternehmen setzen voraus, dass man diese kennt und anwenden kann.
Emoticons (Smilegesichter) sind ein No-Go und so tabu wie flapsige Bemerkungen und das “Hallo!” im Anschreiben. Auch wenn es online ist, ist es doch die Karriere, die da mit dranhängt. Auch Chatabkürzungen und Kurzworte sollte man tunlichst vermeiden. Verzichten Sie auch auf die Angabe Ihres persönlichen Lebensmottos oder anderer, an dieser Stelle unpassender Bemerkungen.
Auch ist eine Online-Bewerbung nicht in zwei Minuten gemacht.
Verwenden Sie einzelne oder zusammengefasste *.pdf-files? Toll. Hat der Lebenslauf ein Datum? Nicht so toll. Das gehört da zwar zwingend drauf, ist aber bei vorgefertigten Dokumenten unter Umständen schon einige Wochen alt. Der Arbeitgeber erkennt daran sofort, dass Sie diese Unterlagen mehrfach verwenden und das kann Sie schnell deklassieren. Erstellen Sie jede Bewerbungsunterlage mit Datum bei Verwendung neu. Tools im Betriebssystem oder als Freeware geben Ihnen schnell die Möglichkeit, dies aktuell und zeitsparend am Tag des Gebrauchs durchzuführen. Einige Unternehmen werden in absehbarer Zeit auch die Verwendung von Formularfeldern aus Web 2.0 Social-Projekten wie den Zentrallebenslauf verwenden.
Gute Online-Formulare benötigen einen Zeitaufwand von ca. 30 bis 60 Minuten und stellen die Möglichkeiten der einzelnen Dokumente oder einer kompletten Online-Mappe zur Verfügung. Doch dazu mehr in unserem Praxistest für Online-Bewerbungen.
Schneiden Sie Ihre Online-Bewerbung auf jeden Fall immer auf das Unternehmen zu. Persönliche Anreden im *.pdf-Anschreiben zeigen zumindest, dass Sie sich mit dem Unternehmen beschäftigt haben und dabei auch den Namen gelesen und wenigstens einmal eingeschrieben haben. Standardbriefe werden sofort erkannt und möglicherweise aussortiert.
Achten Sie auf die möglichen Dateigrößen. Speichern Sie sich Ihr Bewerbungsanschreiben nach der Erstellung in einer Editordatei, falls die Daten bei Browser- oder Übertragungsfehlern aus dem Formular verschwunden sind. So müssen Sie nicht alles nochmals tippen. Die Datei können Sie dann wieder löschen. Achten Sie auch auf die zur Verfügungstehende Speichergröße, die Ihnen für das Versenden von Dokumenten zugestanden wird. In der Regel werden es zwischen 2 und 3 MB sein. Unternehmen mit eigener Servertechnik sind da etwas großzügiger und geben auch schon einmal 5 oder sogar 8 MB zur Verfügung.
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