Pendelverkehr für die Karriere
Geschrieben am: 10. Februar 2010 in Arbeitsmarkt
Schlagworte dieses Artikels: Berufspendler, Job, Karriere, Pendelverkehr
Niemand will lange zur Arbeit fahren. Niemand will stundenlang im Auto oder in der Bahn sitzen um ins Büro kommen. Und wer es doch muss, wünscht sich eine vernünftige und akzeptable Kompensation für diese Zeit und einen entsprechenden Ausgleich für Pendelzeiten. Hier sind die zwei wichtigsten Faktoren, warum wir manchmal auch über längere Fahrzeiten zum Job nachdenken sollten.
Pendeln für den Job
In vielen Regionen in Deutschland ist es kaum noch möglich, eine ordentliche Karriere zu machen, ohne den Wohnsitz zu verlegen oder ein sogenannter Berufspendler zu werden. Strukturschwache Regionen gibt es genug und seit der Finanzkrise 2009 wurde es auch nicht wirklich besser. Es gibt aber auch weiterhin den Bedarf an Fachkräften in allen Branchen. Händeringend gesucht, gibt es tausende unbesetzter Jobs für diejenigen, die noch Pendeln wollen.
Ein höherer Lohn oder ein besseres Wohnumfeld, nur diese beiden Faktoren sind schon immer Voraussetzungen dafür gewesen, dass Menschen lange Fahrwege zur Arbeit akzeptieren würden oder sogar den Wohnsitz genau dafür wechseln würden. Nur für einen Job mit gleichem Gehalt wechselt kaum noch jemand den Job oder beginnt einen außerhalb. Die Kosten dafür sind oft ein großes Argument dagegen. Niemand wählt freiwillig längere Fahrzeiten und Pendelwege ohne die entsprechende Vergütung.
Eine Studie hat nunmehr ergeben, dass Arbeitnehmer eher mehr für eine Wohnung bezahlen würden, als das Geld in Fahrtkosten zu investieren. Die durchschnittliche Pendelzeit erhöht sich oft, wenn Arbeitnehmer den Job wechseln oder umziehen (nicht in die Nähe des Arbeitsplatzes) müssen. Ziel ist es immer, die Wege zwischen Wohnung und Arbeit gering zu halten.
Während dieser Studie wurde ermittelt, dass der Durchschnittswert einer Pendelstunde mit ca. 14,-€ angegeben werden kann. Der Durchschnittslohn der Studienteilnehmer betrug Netto ca. 7 Euro/Stunde. Wer hier genau rechnet, wird schnell feststellen, wieviel Zeit und damit auch Geld durch die Fahrten zur Arbeit verloren geht. Man muss wissen, ob die aktuelle Wohnung den Aufwand und die Kosten wert ist oder ob man nicht vielleicht (ein sicherer Job vorausgesetzt) nicht doch umziehen sollte. Schon eine Fahrstrecke von ca. 35km (einfache Fahrt) täglich verursacht mit dem PKW Fahrkosten in Höhe von 250 bis 300 Euro. Entsprechend investiert man hier, je nach Straßenklassifikation zwischen 20 und 60 Minuten an Fahrzeit für jede Fahrt.
Ein Job mit längeren Fahrzeiten vom Wohnort kann sehr interessant für die Karriere sein, wenn sich der Lohn entsprechen (und nach Möglichkeit noch darüber) der Mehrkosten erhöht. Ohne dies, ist es einen Gedankengang wert, was die Mehrkosten nach einem gewissen Zeitraum für die Karriereentwicklung bringen könnten. Sicher kann niemand in die Zukunft schauen, aber qualitativ Chancen und Möglichkeiten ausloten kann man schon im Vorfeld.
Je höher der Lohn und je kürzer die Fahrzeit, desto besser – lautet hier die “magische” Formel.
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Ich bin Jobbedingt 23 KM näher an meine Arbeit gezogen. Unterm Strich hab ich jetzt 170 Euro weniger im Monat durch die höhere Miete aber ich habe viel mehr Freizeit was das ganze ausgleicht. Ich bin zufrieden mit der neuen Situation.