Selbsttest und Assessment-Center
Geschrieben am: 4. September 2009 in Jobpraxis
Schlagworte dieses Artikels: Assessmentcenter, Bewerbung, Einstellungstest, Jobsuche, Test
Manchmal, wenn es besonders interessante Stellenangebote gibt, schreib ich selbst mal eine Bewerbung. So hatte ich gestern mal wieder die Gelegenheit, einen dicken fetten Einstellungstest zu durchlaufen. Ich muss ehrlich sagen. Ich mag die nicht.
Persönlichkeitstest und Assessmentcenter
Bewerbungen gehen bei Unternehmen auch in Krisenzeiten ein wie es Sand am Meer gibt. Gerade eigentlich in Krisenzeiten kommt es auch zum Anstieg von postalischen und digitalen Bewerbungsfluten. Fast jedes Unternehmen kann eigentlich auch frei zwischen den Bewerbern wählen. Einige setzen die Top-Kandidaten in spezielle Einstellungstest, deren Sinn oder Unsinn nicht immer gleich von jedem erschlossen wird.
Man bewirbt sich also auch mal selbst, sicherlich auch aus dem Grunde, den Job zu bekommen und auch deswegen, um den eigenen Marktwert abzuchecken. Ein regionales Bildungsinstitut suchte kürzlich einen Lehrausbilder für Kaufleute. Hätte mir gefallen. Leider kam es “nur” zum Vorstellungsgespräch. Aber die Hürde ist ja auch schon mal sehr wichtig. Ein Beweis, das die Kombination aus telefonischer Voranfrage und schriftlicher Bewerbung vorteilhaft sind. Der Personaler erinnert sich halt doch, wenn man schreiben kann: “In Bezug auf unser heutiges Telefonat…”. Irgendwie kann ich mir auch anderes vorstellen als das was ich so gerade in Blogs und mit Webdesign mache oder vielleicht auch gerade das, nur eben von einer Firma fest bezahlt.
Ein anderes Unternehmen lud dann gestern mal zum Test. Oh, je. Ich mag die nicht und auch wenn das Regal mit aktuellen Fachbüchern, wie im Bereich Insider-Dossiers in Zusammenarbeit mit squeaker.net, gefüllt ist, kann ich mich für Einstellungstests nicht begeistern. Gerade dann nicht, wenn es sich um Persönlichkeitstests handelt und ein Computerprogramm nach 600 Fragen zu allem möglichen privaten Zeug entscheidet, was ich für ein Mensch bin. Dies kann schon gar nicht real sein, da einige Fragen für meinen Geschmack deutlich zu persönlich waren und ich diese nur mit einer neutralen Antwort versehen hatte. Bei ca. 25 so gelösten Fragen kam dabei entsprechend auch der Computer zu einem abweichenden Ergebnis.
Interessant und für mich, bedingt durch ADS/ADHS, etwas kniffliger waren dann doch schon die anderen Fragen des Einstellungstests. Glücklicherweise erwiesen sich hier die vorher durchgeackerten Bücher “Einstellungstests bei Top-Unternehmen” und “Brainteaser” aus den Insider-Dossiers wieder von Vorteil, da die Fragen nur leicht abgewandelt waren und Lösungswege so bereits im Gedächtnis. Ich habe da immer so meine Probleme mit Anleitungen und Tipps aus Büchern. Selbst bei der Oldtimer-Schrauberei komme ich mit Reparaturanleitungen nur selten weiter. “Do it yourself – Test it!” ist da eher mein Motto. Einfach anfangen und zerlegen und rückwärts wieder zusammen.
Nachmittags war dann alles erledigt und entsprechend auch die Heimreise angetreten. Auf das Ergebnis darf dann noch eine Weile gewartet werden. Mal schauen was wird. Der Personalchef wird schon die richtige Wahl treffen.
Derweil geht es hier dann noch mit dem “Spaß im Job”-Artikel für heute Nachmittag weiter und morgen geht es dann zu Airbus nach Hamburg. Es wird wohl auch am Wochenende nicht langweilig werden.
Bis Montag in aller Frische
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