Shortnews: Internet ist wie Tante Emma
Geschrieben am: 29. Oktober 2009 in Shortnews
Schlagworte dieses Artikels: Communitys, Kundensuche, Marketing, Web 2.0, Werbung
Kennen Sie noch die alten “Tante Emma”-Läden. In der DDR haben sich diese kleinen Geschäfte doch recht gut und lange gehalten, auch wenn viele in Handelsgenossenschaften eingegliedert wurden. Der urtypische Stil und die Persönlichkeit blieb meist erhalten. Einige versuchten im Gründerwahn der 90er dies weiterzuführen…und scheiterten. Doch es gibt wieder eine Chance.
Weltweite Communitys und persönlicher Service sind kein Widerspruch
Es gibt einige, die sich “Tante Emma”-Läden wieder wünschen und den Stress der Werbeüberladeten Einkaufstempel kaum noch aushalten. Glitzer, Licht und Reklame überall, Verkaufsfördernde “Radiosendungen” mit Zwischenrufen über Sonderangebote und natürlich die gesteigerte Aufmerksamkeit nach qualitativ hochwertigen, gesunden oder wenigstens ökologischen Produkten. Genau das gab es in diesen “Tante-Emma”-Läden. Kleiner bis mittlerer, aber fester und ständig wiederkehrender Kundenstamm, Produkte für die Käufergruppe und immer hübsch alles mit Herkunfstnachweis. So ziemlich den letzten Versuch diese Ladenart zu erhalten unternahm vor einigen Jahren die Lebensmittelkette Edeka, indem Sie ziemlich kleine Dorfläden mit eigenen Waren vollstellte.
Ein richtiger Kundenstamm reicht heute aber leider geschäftlich für nichts aus. Man muss fast immer mitmachen im Wahn der großen und überall ein Profil im Web hinterlassen. Gleichzeitig kann man durch die neuen Technologien neue Kunden aus aller Welt gewinnen. Diese Communitys sind der neue Kundenstamm und sie reagieren fast so, wie die Kundschaft vor Ort. Sie schätzen persönlichen Service, zahlen gerne etwas mehr für kompetente Beratung und können gleichzeitig auch ein Produkt oder gleich den ganzen Laden durch einige Posts in den SocialWebs “Kille” machen. Man muss sich anpassen und darauf reagieren und nicht nur ständig irgendwelche Angebote in die Welt schreien.
Wie und warum man das macht und was es bringt, schreibt Thomas Knüwer in seinem letzten Artikel im Handelsblatt-Blog.
Eine Leseempfehlung der besonderen Art.
Viel Spaß dabei.
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