Zeitarbeitsunternehmen verteilt private E-mail-adressen
Geschrieben am: 13. November 2008 in Arbeitsmarkt, Sonstiges
Schlechte Kunde für alle Nutzer des Jobportals von Academic Work. Die Zeitarbeitsfirma verteilt kostenlos die privaten E-Mail-Adressen seiner Bewerber und Nutzer. Wie? Lesen Sie hier!
Academic Work verteilt Kundenadressen
Ich las gestern Nacht beim Aufbau einer neuen Stellenbörse in einem Blog von Luca Hammer aus Wien, dass es auch in Österreich nichts neues ist, wenn namhafte Unternehmen Massenhaft Kundendaten verlieren.
Gestern Abend erhielt ich auf eine Bewerbung auf eine Stelle in Schweden eine Absage. Daran ist so eigentlich nichts verwunderliches. Auch ich checke ab und an mal meinen Marktwert und beschäftige Personaler mit eigenen Unterlagen. Man lernt nie aus und da es in absehbarer Zeit auch endgültig nach Schweden gehen soll also auch das Beste Training.
Blöd ist nur, wenn man in der Absage im Mailheader 350 private Mailadressen von Leuten findet, die sich auch beworben haben.
Das ist nicht besonders witzig. Ich konnte die Browseransicht meines Mailfachs fast nicht klein genug bekommen (Firefox Taste Ctrl und + oder – gleichzeitig drücken) um alle Mails auf einen Screen zu bekommen. Das ist schon echt die Härte. Sonst kamen Absagen persönlich vom zuständigen Vermittler. Nach schwedischem Gesetz auch mit dem Namen des glücklichen, der den Job bekommen hat.
Gott sei dank habe ich für nicht ganz erst gemeinte oder treffende Bewerbungen ein Googlemail Postfach und da landet sowieso der ganze Spam drin.
Der Umgang mit Nutzerdaten, sei es auch nur eine Mailadresse, wird einfach viel zu lasch gehandhabt. Und das ist wohl eben nicht nur in Deutschland bei der Telekom so, sondern auch in Österreich und nunmehr auch in Schweden. (Wobei, von da hatte ich es von einem anderen Unternehmen schon öfter.)
Man denkt sich, eine Mailadresse kann man ändern, wem der Spam auf den Keks geht, benutzt einfach eine andre. Aber wir sehen das auch etwas anders. Wir heben nichts auf, auch wenn Google das so möchte und immer viel zu viel Webspeicher für Mails anbietet. Aber nervig ist es jetzt doch schon. Mal sehen, wann verstärkt Spam-Mails auftauchen. Ich habe die Personalabteilung darauf hingewiesen und erwarte in den nächsten Stunden eine Stellungnahme, denn ich möchte irgendwie nicht, dass meine Mailadresse bei den Absagen mit zwischen steht. Es ging doch schließlich vorher auch einzeln und geordnet. Ich bin gespannt, wie die Reagieren.
Also von Handyshops oder ähnlich dreisten Unternehmen hätte ich das jetzt erwartet und einfach so gelöscht, aber ein Personaldienstleister mit Expansionsplänen nach Deutschland darf sich soetwas nicht erlauben.
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